Belehrung nach Infektionsschutzgesetz Bescheinigung


Infektionsschutz Belehrung

Leistungsbeschreibung


Falls Sie Lebensmittel herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen in Küchen von Gaststätten oder in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung arbeiten wollen, müssen Sie über eine nicht älter als drei Monate alte Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einer Belehrung  über die Maßnahmen zum Infektionsschutz durch das Gesundheitsamt verfügen.

Ziel der Belehrung ist es, dass Sie Symptome von Infektionskrankheiten an Ihnen oder Ihren Kolleg/Innen frühzeitig erkennen, eine Weiterverbreitung sowie Kontamination der Lebensmittel verhindern und einschätzen können, wann Sie Ihre Tätigkeit bei bestimmten Symptomen nicht mehr ausüben dürfen.

Verfahrensablauf


Sie nehmen an einer Belehrung teil. Nach dem Ausfüllen des Antrags mit Ihren Daten werden Ihnen Video-Sequenzen vorgespielt. Auf Grundlage der Video-Sequenzen müssen Sie im Folgenden Fragen beantworten. Falsch beantwortete Fragen können sie wiederholen. Sobald Sie alle Fragen richtig beantwortet haben, müssen Sie bestätigen, dass Sie gemäß des Infektionsschutzgesetzes belehrt worden sind und Ihnen keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bekannt sind. Nach Abschluss der Belehrung und Bezahlung der Gebühr wird Ihnen die Bescheinigung übersandt.

Spezielle Hinweise

Beim Landkreis Osnabrück wird Ihnen die Bescheinigung auf dem Postweg zugeschickt. Die Bezahlung erfolgt online. Es werden verschiedene Bezahlmöglichkeiten angeboten, hierzu zählen PayPal, Kreditkarte, Paydirekt und Giropay. 

An wen muss ich mich wenden?


Die Zuständigkeit liegt bei den örtlichen Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte.

Voraussetzungen


  • Sie gehen einer Tätigkeit nach, bei der Sie in den Kontakt mit Lebensmitteln kommen und sind noch nicht im Besitz einer gültigen Bescheinigung über eine erfolgte Infektionsschutzbelehrung.
  • Sie zeigen keine Anzeichen für eine infektiöse Erkrankung.

Welche Unterlagen werden benötigt?


  • Gültiger Ausweis mit Foto (zum Beispiel Personalausweis oder Reisepass)
  • Bei Antrag auf Kostenbefreiung: Nachweis über Ihre Tätigkeit und den Arbeitgeber

Welche Gebühren fallen an?


In folgenden Fällen entfällt die Gebühr, bitte beantragen Sie die Kostenbefreiung, wenn Sie die Belehrung benötigen als

  • Schülerin oder Schüler einer allgemeinbildenden Schule sowie als Schülerin oder Schüler einer berufsbildenden Schule, die eine der Schulformen gemäß den §§ 16 bis 19 NSchG besuchen, für Zwecke einer Maßnahme der beruflichen Orientierung,
  • Schülerin, Schüler, Erziehungsberechtigte/r für Zwecke der Ausgabe von Pausenfrühstück in der Schule,
  • Person für Zwecke der Zubereitung der Mittagsverpflegung und deren Ausgabe an Schülerinnen und Schüler an einer Ganztagsschule, soweit diese Tätigkeit ehrenamtlich wahrgenommen wird,
  • Person für Zwecke der Zubereitung von Mahlzeiten und deren Ausgabe an betreute Kinder in einer Tageseinrichtung, soweit diese Tätigkeit ehrenamtlich wahrgenommen wird, oder
  • Feldköchin, Feldkoch oder Hilfskraft für Tätigkeiten in Feldküchen im Rahmen des Katastrophenschutzes oder des Zivilschutzes.

Gebühr: 26,00 EUR
Belehrung und Bescheinigung sind in der Regel kostenpflichtig.

Spezielle Hinweise
  • Die Belehrung kostet gem. der Allgemeinen Gebührenordnung des Landes Niedersachsen 26,00 €. Als Bezahlmöglichkeiten sind Paypal, Kreditkarte, Paydirekt und Giropay freigeschaltet. Eine andere Zahlweise ist nicht möglich. Übernimmt Ihr Arbeitgeber die Kosten, lassen Sie sich diese bitte im Anschluss erstatten. 
  • Belehrungen für Praktika bis fünf Wochen und ehrenamtlich Tätige werden in der Regel kostenlos durchgeführt. Hierzu ist eine schriftliche Bestätigung der Einrichtung erforderlich. Dies ist bei der Registrierung unter dem Punkt "voraussichtlicher Tätigkeitsbereich" anzugeben.

Welche Fristen muss ich beachten?


Bevor Sie eine Tätigkeit in der Lebensmittelzubereitung bzw. im Lebensmittelverkauf aufnehmen, muss die Belehrung nach IfSG vorliegen, und sie darf bei Tätigkeitsbeginn nicht älter als drei Monate sein.

Anträge / Formulare


Belehrung § 43 IfSG – Hintergrundinformation für Beschäftigte im Umgang mit Lebensmitteln
Belehrung § 43 IfSG – Erklärung für Minderjährige
Belehrung § 43 IfSG – Kostenübernahmeerklärung
Belehrung § 43 IfSG – Informationsflyer für Schülerinnen und Schüler
Belehrung § 43 IfSG - Hygiene und Infektionsschutz_Praktikanten
Flyer Belehrungen § 43 IfSG

Was sollte ich noch wissen?


Falls Sie sich regelmäßig in Küchen oder ähnlichen Gemeinschaftsräumen zur Verpflegung aufhalten, benötigen Sie ebenfalls eine Infektionsschutzbelehrung

Spezielle Hinweise

Die Bescheinigung über die Erstbelehrung durch den Gesundheitsdienst behält auch bei Wechsel des Arbeitgebers oder Unterbrechung der Tätigkeit weiter ihre Gültigkeit. Gegebenenfalls kann durch den Gesundheitsdienst eine kostenpflichtige Zweitschrift ausgestellt werden.

Durch den Arbeitgeber hat eine Folgebelehrung bei Aufnahme der Tätigkeit und anschließend im zweijährigen Abstand zu erfolgen.

Hinweis für Betriebe, Vereine, Schulen und andere Institutionen, die regelmäßig und/oder mehr als 10 Personen zu einer Infektionsschutzbelehrung anmelden:

Nehmen Sie bitte telefonisch unter 0541/501-8112 oder im Bereich Bersenbrück unter 0541/501-9104 Kontakt mit dem Gesundheitsdienst auf. Sie erhalten einen speziellen Account zu dem Onlinebuchungssystem, mit dem Sie sich jederzeit erneut anmelden können, um Belehrungstermine zu buchen.

Fachlich freigegeben durch


Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Kontakt

  • Fachdienst 8 Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück

Kontaktpersonen


  • Belehrung nach Infektionsschutzgesetz